Unsere Dienstversammlung 2021

Wahl eines zweiten Stellvertreters – Bilanz – Ausblick

Ende Juli fand, wegen Corona mit einem halben Jahr Verspätung, die jährliche Dienstversammlung für alle Aktiven und die Mitglieder der Jugendfeuerwehr in der gut durchlüfteten Fahrzeughalle statt.

Unser Kommandant Martin Berndl begrüßte die Ehrengäste, Kreisbrandinspektor Stephan Hangl, Kreisbrandmeister Markus Huber und die beiden Jugendsprecher Laurenz und Hanna, und leitete dann sofort zur Wahl eines zweiten stellvertretenden Kommandanten über. Die Aufgabenvielfalt der heutigen Zeit mache es notwendig, die Arbeitsbelastung der Ehrenamtlichen auf mehrere Schultern zu verteilen. Außerdem möchte er mit diesem Modell auf der Führungsebene einen Wechsel einleiten und neue Führungskräfte langsam an ihre möglichen zukünftigen Aufgaben heranführen. Einziger Kandidat war Vinzenz Hauke, der von den Anwesenden mit großer Mehrheit gewählt wurde und somit auf breite Unterstützung aus der Mannschaft zählen kann.

Anschließend folgte ein ausführlicher Bericht über die Ereignisse der vergangenen 18 Monate. Dazu gehörte ein Überblick, aufgelockert durch viele Fotos, über die durchgeführten Übungen und die geleisteten Einsätze, darunter beispielsweise ein Unfall am Bahnübergang Viehhausen, Türöffnungen, ein BMA (Brandmeldeanlage)-Alarm im Altenheim, Daxenfeuer und Verkehrsunfälle an der B304. Auch wenn es Corona-bedingt Zwangspausen gab, konnten neben den regulären Übungen auch viele Fortbildungen besucht werden. So wurden 16 Floriansjünger an der Motorsäge ausgebildet, es gibt sieben neue Atemschutzgeräteträger, zwei zusätzliche Gruppenführer, drei junge Maschinisten und für insgesamt 37 Kameraden wurden ganztägige Erste-Hilfe-Kurse durchgeführt. Des Weiteren wurden MTA (Modulare Truppausbildung)-Ausbildungsmodule besucht und mehrtägige Fortbildungen für Führungskräfte an Feuerwehrschulen.

Trotz der Corona-Einschränkungen ist es uns bei der Feuerwehr Edling gelungen, viele neue Aktive und auch Jugendliche für das Ehrenamt zu gewinnen, die in sogenannten Quereinsteigerübungen in kurzer Zeit auf den Feuerwehrdienst vorbereitet werden konnten.  Mit nunmehr 54 Aktiven wurde ein neuer Rekord erreicht. Nicht ohne Stolz präsentierte Martin Berndl insbesondere den Ehrengästen auch den Frauenanteil in seiner Wehr, der mit 19% der Aktiven, und wenn man die Jugendfeuerwehr mit einrechnet sogar 26%, überdurchschnittlich hoch ist.

Nach der Freude über die neuen Mitglieder musste leider ein langjähriger Kamerad in den „Ruhestand“ verabschiedet werden. „Done“ Baumann wird uns fehlen! Er versprach jedoch nach einer emotionalen Rede, im Verein seiner Feuerwehr treu zu bleiben und uns weiterhin zu unterstützen.

Einen besonderen Schwerpunkt des Abends bildete auch die Jugendfeuerwehr. Da die Gruppe mittlerweile auf 11 Jungs und 9 Mädels angewachsen ist, werden diese nun von einem ganzen Leitungsteam unter der Führung von Daniel Siegl und Veronika Berndl betreut. Unterstützt werden sie bei den Übungen von Lorenz Lichtenauer, Florian Lechner, Martin Westner und Stefan Gürtler. Trotz der Corona-bedingten Pause auch im Jugendbereich konnten zwischenzeitlich ein paar interessante Übungen durchgeführt werden, bei denen natürlich auch der Spaß nie zu kurz kam, und auch die Teilnahme am Wissentest 2020 wurde ermöglicht. Dafür wurden nun auch die Urkunden überreicht.

 

Lorenz Lichtenauer, Henrik Born und Veronika Berndl zeigten, dass die Feuerwehr stets versucht, mit der Zeit zu gehen. Das Team nutzt die modernen Medien, um alle Interessierten über uns und unsere ehrenamtliche Arbeit zu informieren. Ziel sei es, dass wir nicht mehr „die Feuerwehr“ sind, sondern dass mehr Einwohner Edlings uns besser kennenlernen und uns als „ihre Feuerwehr“ wahrnehmen.

Martin Berndl stellte abschließend fest, dass sich die Aufgaben und Anforderungen an die Feuerwehr in seinen vielen Dienstjahren nicht nur verändert, sondern auch vervielfacht haben. Deswegen möchte er versuchen, bis zum Ende seiner Dienstzeit in der Edlinger Feuerwehr noch einmal ein paar Neuerungen anzustoßen und die Last auf eine größere Zahl von Kameraden zu verteilen, „die bereit sind, sich kompetent, entscheidungsfreudig und leistungswillig den neuen Aufgaben in einem Amt zu stellen“. Er betonte: „Nur gemeinsam sind die Ziele erreichbar, mit guter Kameradschaft, moderner und guter Ausbildung und einem starken Verein, der die Aktiven unterstützt.“ Abschließend bedankte er sich bei seiner Mannschaft, die stets für ihn und alle da sei, wenn Hilfe gebraucht werde.