Die Übungen starten wieder

Unter Einhaltung der Corona-Maßnahmen startete die Feuerwehr Edling wieder den Übungsbetrieb.

Nach über zwei Monaten ohne Fahrzeugkunde, Technische Hilfeleistung und Wassermanagement wurden die Übungen von der Mannschaft sehnlichst erwartet. Die fehlenden Übungsmöglichkeiten bereiteten vor allem den neueren Feuerwehrlern Sorgen, denn schließlich sollte jeder Einsatz möglichst routiniert ablaufen. So mussten die Kommandanten, Martin Berndl und Günther Wieser, einen Kompromiss treffen: Wie schon im Frühjahr wird in Kleingruppen geübt, mit möglichst viel Abstand, wenn möglich an der frischen Luft – und natürlich verpflichtend mit Maske!

Beim Thema für die erste Übungsstunde war man sich schnell einig: Die Eisrettung sollte aufgrund der aktuellen Wetterbedingungen schnellstmöglich geübt werden.

Die Eisrettung ist vorwiegend Aufgabe der Wasserwacht. Bricht jedoch eine Person ins Eis ein, wird zusätzlich die Ortsfeuerwehr alarmiert, da diese viel schneller am Unglücksort sein kann. Die nächste Wasserwacht befindet sich in Wasserburg. Um möglichst schnell helfen zu können, bereiten sich die Mitglieder der Feuerwehr Edling im Rahmen ihrer Möglichkeiten bestmöglich auf die Eisrettung vor. Für eine schnelle Rettung eignen sich unter anderem ein Rettungsring, ein Eisrettungsschlitten oder auch Leitern und Feuerwehrleinen. Die Gemeinde Edling schaffte vor einigen Jahren einen speziellen Eisrettungsanzug und einen Eisschlitten an, um für den Notfall besser gerüstet zu sein.

Extra Quereinsteigerübungen für unsere „Neuen“

Jeden Samstag finden nun unsere „Babyübungen“ statt. Im letzten Jahr konnten neun neue Feuerwehranwärter für unseren Dienst in der Gemeinde gewonnen werden. Ein voller Erfolg! Nach der langen Übungspause gilt es nun, die Neuen schnellstmöglich fit für den aktiven Dienst zu machen. Neben Feuerwehrhausführungen und Fahrzeugkunde wurden schon einige Übungen zur Verkehrsabsicherung und zum Funken abgehalten. Die Übungen richten sich speziell nach den Aufgaben, die schon bald im Einsatzfall anfallen könnten. Schon bald dürfen auch unsere Quereinsteiger im Einsatzfall mit ausrücken und werden dann langsam an die Einsatzsituationen herangeführt. Das heißt, dass unsere Neuen anfangs  im zweiten Fahrzeug mit ausrücken, um dann mit einem einsatzerfahrenen Feuerwehrler gemeinsame erste Aufgaben auszuführen. Dies kann beispielsweise das Absperren einer Unfallstelle sein oder auch das Aufbauen einer Wasserversorgung bei einem Brand. Langsames Heranführen am Rande der Einsatzstelle statt Überforderung ist die Devise. Wir sind froh, dass sich so viele neue, junge Gemeindebürger für unsere Kameradschaft und unseren Dienst in der Gemeinde interessieren und engagieren!