Es geht wieder aufwärts!

Jeder Anfang hat ein Ende – und so endete auch die dreimonatige strikte Übungspause bei der Feuerwehr Edling. Doch von Normalität noch keine Spur.

Die Kommandanten Martin Berndl und Günter Wieser hatten sich in den vergangenen Monaten viele Gedanken gemacht. Ein Feuerwehrmann ohne regelmäßige Übungen? Ein Feuerwehrmann, der nicht mehr ganz genau und automatisiert weiß, was bei einem Verkehrsunfall zu tun ist? Ein Feuerwehrmann, der erst überlegen muss, wo genau was im Feuerwehrauto zu finden ist? Das schien unvorstellbar zu sein! Aber trotzdem stellte die Feuerwehr in den letzten Monaten ihren kompletten Übungsbetrieb ein, denn eines war noch viel weniger vorstellbar: Nämlich eine ganze Feuerwehr, die nicht mehr einsatzfähig ist, weil sie sich im Übungsbetrieb gegenseitig angesteckt hat. Wir erinnern uns: Was tun, wenn einer drückt und keiner kommt?

Doch nun wurden die Vorschriften gelockert und wir tun unser Bestes, damit die Feuerwehr auch weiterhin voll einsatzfähig bleibt. Dafür wurden nun zunächst die Übungstage geändert. Statt dem jahrelangen „Feuerwehr-Dienstag-Abend“, werden jetzt montags und donnerstags Übungen abgehalten. Durch die 72h-Pause dazwischen kann so das Übertragungsrisiko zusätzlich minimiert werden. Des Weiteren werden die Übungen in Kleingruppen von einem Gruppenführer und 6 weiteren Kameraden abgehalten, die sich zuvor anmelden müssen. In den Übungen wird natürlich weiterhin so weit wie möglich auf Sicherheitsmaßen, wie beispielsweise den Mindestabstand, Wert gelegt. In der Praxis gestaltet sich dies aber schwierig, denn die Feuerwehr steht für Teamarbeit und viele Geräte können nur zu zweit oder dritt aufgebaut werden. Deshalb werden die Übungen auch möglichst im Freien abgehalten. Auch bei den Einsätzen werden weiterhin Masken und Einweghandschuhe getragen.

Neue Hebekissen und ein Sichtschutz für die Feuerwehr

Na gut, ihr könnt uns noch sehen…
Aber im Einsatz können wir nun unsere Patienten besser schützen!

Die Gemeinde Edling schaffte in den letzten Wochen einen Sichtschutz für die Feuerwehr an. Leider mussten auch wir feststellen, dass das Gaffen immer mehr zu nimmt. Um in Zukunft verletzte Patienten oder gar Verstorbene besser schützen zu können, hat sich die Feuerwehr, gemeinsam mit der Gemeinde, zu diesem Schritt entschieden. Der Sichtschutz bietet aber noch weitere Vorteile, da er auch als Sonnen- oder Regenschutz für Patienten genutzt werden kann.

 

 

Das Feuerwehr-Vereinsleben steht weiterhin still. Sicherheit steht für uns an erster Stelle.  Auch die Jugendfeuerwehr-Übungen sind weiterhin ausgesetzt.  Wir vermissen unsere Jungs & Mädls sehr! ☹